Forschungsphasen und Ergebnisse

Icon Forschungsergebnisse

Der mit der Evaluation in der Studie SICHERHEIT verbundene Forschungsprozess bestand (vor allem in der Interventionsgruppe) aus drei Phasen, denen sich verschiedene Arbeitsschritte zuordnen lassen:

  • Forschungsphase 1: Vor der Intervention
  • Forschungsphase 2: Intervention
  • Forschungsphase 3: Nach der Intervention

Das Vorgehen in der Kontrollgruppe folgt einem vergleichbaren Muster, beinhaltet allerdings durch den Wegfall der technikbezogenen Intervention zwei (statt drei) Befragungen, die mit einem Abstand von vier Monaten (Kt1 und Kt2) durchgeführt wurden. Auf Wunsch der Teilnehmer*innen wurde für die Haushalte der KG nach der Durchführung der zweiten und letzten Befragung ein Beratungsgespräch – u.a. zu technischen Lösungsmöglichkeiten für die eigene Häuslichkeit – angeboten, das von allen Teilnehmer*innen in Anspruch genommen wurde.
Im Folgenden wird ein Überblick über die einzelnen Schritte der Evaluation in der Studie SICHERHEIT gegeben.


Vor der Intervention

Weiterentwicklung des technischen Basissystems
Feldzugang
Beratungs- und Aufklärungsgespräche
Einwilligungserklärung
Erste Befragung – Baseline (t1/Kt1)


Intervention

Installation des technischen Basissystems
Zweite Befragung (t2 - nach zwei Monaten)
Endbefragung (t3/Kt2 - nach vier Monaten)
Technischer Service und Begleitung



Nach der Intervention

Deinstallation des technischen Basissystems
Abschließende Beratung

Ausgewählte Ergebnisse

Soziodemographische Merkmale der Stichprobe

Die in der Studie SICHERHEIT realisierte Stichprobe bestand aus n=10 Haushalten mit Technikintervention (IG) sowie n=13 Haushalten ohne Technikintervention (KG). In der Interventionsgruppe lag das Alter der Betroffenen im Mittel bei m=71 Jahren (59 bis 84 Jahre). Die betreuenden Angehörigen (je fünf Männer und Frauen) der IG waren im Mittel 66 Jahre alt (48 bis 75 Jahre). In der Kontrollgruppen waren die Teilnehmer*innen mit Demenz im Mittel m=78,5 Jahre alt (68 bis 92 Jahre) und somit älter als die Teilnehmer*innen der IG. Auch die Angehörigen waren mit m=73 Jahren (50 bis 86 Jahre) älter als jene, die an der IG teilgenommen haben. Für alle vier Gruppen zeigte sich eine breite Streuung des Alters.

Eine große Ähnlichkeit zwischen der IG und der KG bestand dagegen im Hinblick auf den kognitiven Status der Betroffenen, der mithilfe des Mini-Mental-Status-Tests vor Studienbeginn erhoben wurde. In der IG hatten die Teilnehmer*innen mit einer Demenzerkrankung einen durchschnittlichen Wert von m=23,6 (Mittelwert) bzw. M=25 (Median). Dabei schwankten die Werte zwischen 17 und 28. Für die KG lagen die Werte zwischen 18 und 30 (m=24,8; M=25). In einem Fall wurde nach einem ausführlichen Beratungsgespräch mit den Teilnehmer*innen entschieden, von dem für die Einschlusskriterien festgelegten untersten Wert von 18 abzuweichen. Darüber hinaus wurden Betroffene zur Durchführung des Tests nicht gezwungen. Lag eine fachärztlich gesicherte Diagnose vor, wurde in einigen Fällen auf Wunsch der Betroffenen auf die Durchführung des (häufig als belastend erlebten) Tests verzichtet.


Zentrale Forschungsfragen und Ergebnisse

Die Evaluation in der Studie SICHERHEIT führte zu umfassenden Ergebnissen, die im Folgenden auszugweise vorgestellt werden sollen. Die Darstellung konzentriert sich auf die Beantwortung zentraler Forschungsfragen. Um einen ganzheitlichen Eindruck zu ermöglichen, werden die Ergebnisse des quantitativen und des qualitativen Untersuchungsteils zusammengeführt.


1. Können niederschwellige Technologien, die einen Beitrag zur Sicherheit leisten, zum Erhalt oder zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz im frühen Stadium der Erkrankung beitragen?
Antwort
2. Verändert der Einsatz niederschwelliger assistiver Technologien die subjektive Sicherheit von Menschen mit Demenz?
Antwort

3. Können niederschwellige assistive Technologien für mehr Sicherheit auch die Selbständigkeit von Menschen mit Demenz erhalten bzw. verbessern?
Antwort

4. Kann die Belastung pflegender bzw. betreuender Angehöriger durch niederschwellige assistive Technologien dauerhaft reduziert werden?
Antwort

5. Welchen Beitrag können niederschwellige assistive Technologien für den Erhalt bzw. die Verbesserung der Lebensqualität pflegender bzw. betreuender Angehöriger leisten?
Antwort

6. Kann mit Hilfe niederschwelliger assistiver Technologien ein längerer Verbleib der Betroffenen in der eigenen Häuslichkeit ermöglicht werden?
Antwort

7. Welche Impulse für weitere Forschung und Entwicklung liefert die Evaluation in der Studie SICHERHEIT?
Antwort