Evaluation der Studie Sicherheit

Die begleitende Evaluation in der Studie SICHERHEIT, eine Interventionsstudie mit drei Befragungszeitpunkten und einer Kontrollgruppe, wurde zwischen September 2014 und Januar 2016 durchgeführt. Für die jeweils vier Monate dauernde Intervention wurde ein technisches Basissystem in Haushalten von Menschen mit beginnender Demenz installiert und dort untersucht.

Das aus sechs Geräten bestehende und der Förderung der Sicherheit dienende System wurde vor allem hinsichtlich seines Beitrags zur Lebensqualität Betroffener und ihrer Angehörigen untersucht. Zugleich stellte sich die Frage nach der Entlastung pflegender bzw. betreuender Angehöriger. Eine weitere Forschungsfrage bestand darin, ob das zur Verfügung gestellte System zum längeren Verbleib von Menschen mit Demenz in der eigenen Häuslichkeit beitragen kann (ausführlicher siehe Forschungsfragen).

Die Auswahl der integrierten Geräte wurde anhand verschiedener Kriterien getroffen. Wesentliche Kriterien waren:
  • Bedienbarkeit durch Menschen mit beginnender Demenz, d.h. alle Geräte mussten möglichst intuitiv bedienbar sein
  • Niederschwelliger Charakter, d.h. Geräte waren in einer ähnlichen Form als Einzelkomponenten oder als Elemente vernetzter Systeme auf dem Markt zu vergleichbar günstigen Preisen verfügbar, konnten leicht installiert und deinstalliert werden
  • Positive Testergebnisse, d.h. Geräte wurden im Rahmen einer Vorstudie (Fallstudien mit Menschen mit Behinderung) mit positivem Ergebnis untersucht
  • Servicemöglichkeit vorhanden, d.h. alle Geräte mussten an die Bedarfe teilnehmender Haushalte angepasst werden, so dass ein begleitender Service zur Verfügung gestellt werden konnte

Für die Technikintervention (Interventionsgruppe, IG) konnten insgesamt zehn Haushalte gewonnen werden. Für die Kontrollgruppe (KG) ohne Intervention (Non-Treatment) wurden 13 Haushalte gewonnen (siehe Übersicht der Stichproben). Für die begleitende Evaluation in der Studie SICHERHEIT liegt ein Unbedenklichkeitsvotum der Ethikkommission der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vor.




Kontakt

Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher
Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Münsterstr. 156
40476 Düsseldorf

0211.4351-3377


Petra Kaiser