Studie SICHERHEIT

Sicherheit in der eigenen Häuslichkeit ist ein zentrales Thema für Menschen mit Demenz und ihre Familien. Befragt man Betroffene und ihre Angehörigen nach der Bedeutung von Technik, so ist die Gewährleistung von Sicherheit eine ihrer wichtigsten Funktionen. Sie bildet die Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der Selbständigkeit und wird gerade zu Beginn der Erkrankung besonders relevant. Wenn sich erste Anzeichen von Vergesslichkeit einstellen und Fragen der weiteren Lebensgestaltung auftreten, können technische Lösungen helfen, den Verbleib in der eigenen Wohnung zu erleichtern und pflegende Angehörige zu entlasten.

Die Studie SICHERHEIT beschäftigt sich mit sicherheitsrelevanten Lösungen und fragt danach, welchen Beitrag Technik für die Lebensqualität und einen möglichst langen Verbleib in den eigenen vier Wänden leisten kann. Durch diese Studie sollen Erkenntnisse über die Eignung und Leistungsfähigkeit von sicherheitstechnischen Lösungen für den Einsatz in Haushalten von Menschen mit Demenz gewonnen werden.

Im Rahmen der Studie SICHERHEIT wurde ein vom Fachbereich Elektro- und Informationstechnik der Hochschule Düsseldorf entwickeltes Sicherheitssystem zur Unterstützung der Selbständigkeit in der häuslichen Lebenswelt in insg. 10 Haushalten von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen untersucht (Studienphase 1). Während der viermonatigen Testphase wurden Betroffene und ihre Angehörigen im Rahmen einer begleitenden Evaluation durch Forscherinnen des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften zu drei Zeitpunkten befragt. Eine der Befragungen bezog sich ausschließlich auf die Bewertung von Merkmalen der eingesetzten Technik, z.B. der Eruierung verschiedener Aspekte der Nutzerfreundlichkeit.

In einer Kontrollgruppe, an der sich insg. 13 Haushalte beteiligten, wurden ab Frühjahr 2015 jeweils zwei Interviews zur Lebensqualität und zum subjektiven Sicherheitsempfinden durchgeführt. Auch hier wurden sowohl Menschen mit Demenz als auch ihre Angehörigen in einem zeitlichen Abstand von vier Monaten befragt (Studienphase 2).

Die in den Testhaushalten erhobenen Daten werden dazu genutzt, die in einem Basissystem vernetzten Einzelgeräte auf Ihre Funktionalität, Zuverlässigkeit sowie ihren Beitrag zu ausgewählten Aspekten der Lebensqualität hin zu prüfen. Dabei geht es langfristig um die Beantwortung der Frage, ob die im Basissystem enthaltenen Geräte für die Gewährleistung von Sicherheit aus Sicht von Menschen mit Demenz ausreichend sind bzw. ob es einer Weiterentwicklung oder Erweiterung von Funktionen der integrierten Geräte bedarf.

Zu den untersuchten Geräten gehören u.a.:

  • Notfallknopf mit Sturzerkennung
  • Bewegungsmelder (inkl. Temperatursensoren)
  • Herdüberwachung mit Alarmfunktion
  • Fernschaltbare Steckdosen zur Einschaltung von Geräten oder Beleuchtung
  • Wassermelder mit Alarmfunktion.
    • Ausgewählte Ergebnisse der Evaluation finden Sie unter
      Technische Innovationen für mehr Sicherheit
      Präsentation und Video Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher

      Downloads

      Weitere Informationen und Downloads zur Studie finden Sie in unserem Download-Bereich.

      Kontakt

      Mario Kascholke
      Hochschule Düsseldorf
      Fachbereich Elektrotechnik
      Josef-Gockeln-Straße 9
      40474 Düsseldorf

      0211.4351-347

      Petra Kaiser
      Hochschule Düsseldorf
      Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
      Münsterstr. 156
      40476 Düsseldorf

      0211.4351-3438