Evaluation

Sowohl im Rahmen der Studie SICHERHEIT als auch im Rahmen der Studie KOMMUNIKATION findet eine Evaluation statt. Beide Evaluationen sind begleitend angelegt und beziehen Menschen mit Demenz sowie ihre Angehörigen in mindestens zwei Befragungen ein.

In der Studie SICHERHEIT soll das eingesetzte technische Basissystem vor allem hinsichtlich seines Beitrags zur Lebensqualität von Menschen mit Demenz und der Reduktion der Belastung pflegender Angehöriger untersucht werden. Zudem wird erforscht, ob eine Basisausstattung mit entsprechender Technik zu einem längeren Verbleib der Betroffenen in der eigenen Häuslichkeit führen kann. Von großem Interesse ist ferner die Frage, von welchen weiteren Faktoren ein erfolgreicher Einsatz der Technik abhängig ist. Um eine solche Untersuchung realisieren zu können, soll das vorhandene, von der Hochschule Düsseldorf entwickelte Basissystem in privaten Haushalten installiert werden. Begleitend finden drei Befragungen mit Betroffenen und ihren Angehörigen statt: Eine Befragung zu Beginn, eine Befragung zur Halbzeit und eine Befragung am Ende der technischen Intervention. Die Evaluation der Technik umfasst auch Aspekte der Nutzerfreundlichkeit, um potenzielle Hindernisse für deren Einsatz im Alltag erkennen und ausräumen zu können.

Die begleitende Evaluation in der Studie SICHERHEIT wird in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase untersuchen private Haushalte das speziell für diese Studie zusammengestellte Sicherheitssystem (Frühjahr 2014 bis Winter 2015). In der zweiten Phase (ab Sommer 2015) finden Befragungen zur Lebensqualität und zum subjektiven Sicherheitsempfinden von Menschen mit beginnender Demenz und ihren Angehörigen statt.

Auch in der Studie KOMMUNIKATION geht es um den Beitrag der zu entwickelnden Technik zur Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Da hier eine technische Lösung bisher noch nicht vorliegt, konzentriert sich die Evaluation auf Methoden der Nutzerintegration. Es wird dabei zu erforschen sein, unter welchen Bedingungen die Einbeziehung von Menschen mit Demenz in verschiedene Phasen der technischen Entwicklung, von der Ideengenerierung bis zur der Testung von Prototypen, gelingen kann, und zwar unter Beachtung ethischer Aspekte der Nutzerintegration. Grundlegend für die Einbeziehung der Erfahrungen künftiger Anwenderinnen und Anwender ist das Konzept des Co-Designs, mit dem versucht wird, mithilfe von Fokusgruppen, Workshops, teilnehmender Beobachtung und Interviews sowohl Menschen mit Demenz als auch Angehörige und ggf. professionelle Pflegekräfte einzubinden.

Kontakt

Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher
Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Münsterstr. 156
40476 Düsseldorf

0211.4351-3377

Petra Kaiser
Hochschule Düsseldorf
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Münsterstr. 156
40476 Düsseldorf

0211.4351-3438