NutzerWelten

Eine Stärkung der Nutzerorientierung bei der Entwicklung technikgestützter Lebenswelten für Menschen mit Demenz — das ist das Ziel des Forschungsschwerpunktes NutzerWelten an der Hochschule Düsseldorf (vormals Fachhochschule Düsseldorf), der Anfang 2014 seine interdisziplinäre Arbeit aufgenommen hat.

Viele Forschungsvorhaben im Feld ambienter bzw. assistiver Technologien greifen lediglich technische Lösungen auf und vernachlässigen deren Relevanz für die Lebensqualität der Nutzerinnen und Nutzer. Zu Letzteren zählen ganz besonders Menschen mit Demenz, die bisher selten in Entwicklungs- und Evaluationsprozesse bei der Gestaltung technisch-räumlicher Lebenswelten integriert wurden.

Menschen mit Demenz als Mitentwickler/-innen technischer und gestalterischer Lösungen einzubeziehen bedeutet, die Kompetenzen und Ressourcen der Betroffenen unter Beachtung ihrer Würde zu (er-)kennen, um sie in einzelne Schritte eines technischen Entwicklungs-prozesses behutsam einbinden zu können. Dies bedeutet keinesfalls nur die demenzielle Erkrankung zu betrachten, sondern den Menschen hinter ihr zu sehen, um ihn mit seiner Individualität, seiner Persönlichkeit und seiner Biografie in die Arbeit integrieren zu können und eine Aufrechterhaltung seines selbstbestimmten Lebens zu erzielen.

Nur in einem interdisziplinären Team kann diese Arbeit erfolgreich bewältigt werden. Auf die kommenden Herausforderungen freut sich das aus Expertinnen und Experten der Fachbereiche Medien, Sozial- und Kulturwissenschaften, Elektrotechnik und Design bestehende Team, das durch ein Gremium wissenschaftlich und praktisch tätiger Kooperationspartner unterstützt wird.

Der Forschungsschwerpunkt NutzerWelten wird aus Mitteln des Programms »FH-STRUKTUR« des »MIWF NRW« finanziert.