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Frank Hildebrandt: AKH Viersen

Ziel bei der Umgestaltung der altersgerechten Station des Allgemeinen Krankenhaus in Viersen ist es, unter Berücksichtigung der strengen Gesundheits- und Brandschutzbestimmungen, dem Krankenhaus seinen häuslichen und wohnlichen Charakter wiederzugeben und dabei den Patienten eine unbewusste und selbstverständliche Orientierung im Flur zu ermöglichen.

Die Kernidee ist ein unbewusstes Orientierungsystem, dass das Innere der Räume in den Flur holt und so zur eindeutigen Kennzeichnung dieser Räume beiträgt. Vor dem Sanitärbereich im Flur deuten beispielsweise weiße Fliesen am Boden, Toilettenpapier, ein Herz in der Tür und blaue Farben auf den Raum hinter der Tür hin.

Auch die Geländer leiten durch Krümmung und Form unbewusst in wichtige Räume und lenken andersherum von für Patienten nicht zugängliche Räume ab. Dabei beeinflussen sie die Haltung der Senioren und durchbrechen die monotonen Bewegungsabläufe in langen Fluren.
Gleichzeitig soll die Flurgestaltung die Patienten angeregen, ihre Zimmer und Betten zu verlassen, da sich bei vielen Patienten bereits nach wenigen Tagen der Bettlägerigkeit das Krankheitsbild massiv verschlechtert.

Das Gestaltungskonzept begegnet dem Patienten auf Augenhöhe und integriert ihm vertraute Elemente in die Räumlichkeiten. Statt lediglich den Krankenhausflur auf »alt« zu trimmen, geht es darum, gestern und heute zu verbinden, sodass die Patienten im Jetzt erinnern können, und dass ein Weg geschaffen wird, auf dem sich gestern und heute, Patient, Pfleger und Besucher begegnen können.

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