” Chrono – Die App für Betreuungsassistenten ” vorgestellt in Bielefeld von der Studie KOMMUNIKATION.

Am Montag, den 29.8., wurde mit einer Präsentation bei der AWO in Bielefeld die erste Entwicklungsstufe der Chrono-App, Nachfolger unseres Chrono-TVs, erfolgreich abgeschlossen. [Alina Huldtgren, Fabian Mertl]

Bereits mehrfach vorgestellt auf unterschiedlichen Veranstaltungen des Forschungsschwerpunktes Nutzerwelten, ist der Chrono-TV vielen bekannt. In kurz: Ein alter Fernseher, technisch aufgerüstet, der es erlaubt mit Hilfe einer vereinfachten Fernbedienung durch Fernsehbeiträge unterschiedlicher Jahrzehnte zu zappen.

Der derzeitige Funktionsumfang enthält eine Offline-Funktionalität, die ausgewählte Inhalte bei fehlender Verbindung zum Server bereitstellt. Besteht die Server-Verbindung über das örtliche WLan kann auf öffentliche Daten und personalisierte Daten zugegriffen werden. Die Daten umfassen, Bilder, Texte, Videos und Musik mit zugehörigen Songtexten. Für erste Demonstrationen sind die Inhalte des Chrono-TV übernommen worden und Inhalte von Düsseldorf und von Bielefeld eingepflegt worden. Der persönliche Bereich, individualisiert für jeden Bewohner, ist durch eine Passwortabfrage geschützt und wird im Laufe der Feldstudie, durch die Einbindung eines einfachen Netzlaufwerks unter Windows, von den Betreuungsassistenten gefüllt.

Auf Initiative von Frau Reinisch, Leiterin des AWO Demenz-Servicezentrums der Region Ostwestfalen-Lippe, ist diese Idee auf eine handlichere Art und mit mehr Inhalten von Studierenden als Android-App im Laufe des letzten Semesters umgesetzt worden. In Zukunft soll damit die Arbeit der Betreuungsassistenten in der Biografie-Arbeit deutlich vereinfacht werden und das Herumtragen von mehreren Ordnern mit Materialen entfallen.

Entwicklungen dieser Art finden in einem nutzerzentrierten Design-Prozess statt. Dieser ist Teil der Lehre als auch der täglichen Forschungsarbeit. Hierbei ist es wichtig ein Verständnis für die Endnutzer als auch deren Umfeld zu erlangen. Frau Reinisch und Herr Fukerider, in der Sicht als Experten, haben in dieser Sache Ihre Arbeit, die Arbeit der Betreuungsassistenten und die Bedürfnisse der Demenzkranken repräsentiert. Die Projektleiter, Frau Dr. Huldtgren und Fabian Mertl, dienten als Experten im Bereich des UX-Designs für und in der Arbeit mit Menschen mit Demenz.

Ziel der Studierendengruppe war ein erster lauffähiger Prototyp um die umgesetzten Anforderungen folgend im Feld bestätigen zu können. Ein portables, kostengünstiges als auch therapie- und alters-gerechtes System für den Einsatz in Pflegeeinrichtung, bevorzugt für die Arbeit von Betreuungsassistenten.

Am Montag, den 29.8., wurde mit einer Präsentation im Wilhelm-Augusta-Stift in Bielefeld das Semesterprojekt abgeschlossen. Vor zukünftigen Anwendern, Pflegeeinrichtungen und Beteiligten des Stifts als auch der AWO, wurde die App von den Studierenden präsentiert und ein Grundstein für die kommende Feldstudie gelegt.

Wir Danken Alexander Pleß, Tobias Quessel, Caroline Schneider, Simon van der Loo sowie Maximilian Friedrich für Ihr Engagement, die Umsetzung und die geopferten produktiven Nächte.

Fabian Mertl und Alina Huldtgren

 

Artikel der Neuen Westfälischen zur Chrono-App  im Medienecho.

 

Veröffentlicht unter Neuigkeiten, Studie KOMMUNIKATON

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